Sylvain Cherkaoui
Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Frontières (MSF)
Die Klimakrise ist auch eine Gesundheitskrise
«We are sending out an SOS, SOS»
Extreme Hitze, Überschwemmungen und Dürren bedrohen das Leben und die Gesundheit zahlreicher Menschen, die von Ärzte ohne Grenzen unterstützt werden. Mit dem Musikvideo «Oya» sendet die medizinische Hilfsorganisation einen künstlerischen Notruf aus, um auf die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels aufmerksam zu machen. Westafrikanische Musiker:innen und Tänzer:innen verbinden darin Kunst, Rhythmus und Realität zu einem eindringlichen Appell: Es muss gehandelt werden, jetzt! Die Sorgen von Patient:innen aus besonders betroffenen Regionen bilden die Grundlage für den Songtext; ihre Stimmen verleihen dem Video zusätzliche Kraft.
Der französische Fotograf Sylvain Cherkaoui hat den Videodreh in Senegal begleitet. Er lebt in Dakar (Senegal) und dokumentiert seit über zwanzig Jahren das soziale und politische Leben West- und Zentralafrikas. Seine Fotos berühren durch Emotionen, Intensität und Engagement.
© Sylvain Cherkaoui
© Rahel Zuber
Rahel Zuber
WWF
Nährstoffkonzentration
Der WWF Schweiz präsentiert die Arbeit der Zürcher Fotografin Rahel Zuber. Ihre Serie «Nährstoffkonzentration», die bereits 2024 in Zusammenarbeit mit Lunax entstand, zeigt landwirtschaftliche Standorte in der Schweiz – doch mit einer besonderen Technik: Die analogen Filme wurden vor dem Entwickeln in unterschiedliche, im Fachhandel erhältliche Pflanzenschutzmittel eingelegt. Die augenscheinlichen Spuren machen auf eindrückliche Weise sichtbar, was in unserer Umwelt normalerweise unsichtbar bleibt.
Rahels künstlerische Arbeit verweist symbolisch auf ein reales Umweltproblem. Pestizide und Chemikalien wie PFAS, die unsere Gewässer belasten, werden in der Schweizer Landwirtschaft regelmässig und häufig eingesetzt. Diese schaden der Natur und unserer Gesundheit. Dabei hinterlassen viele dieser Wirkstoffe gefährliche Spuren im Ökosystem. Der WWF Schweiz setzt sich dafür ein, dass Politik, Landwirtschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam Lösungen finden und den Einsatz toxischer Stoffe reduzieren.
Mit der Ausstellung wird Kunst und Wissenschaft näherbringen. Die Ausstellung lädt dazu ein, genauer hinzuschauen: Wie beeinflusst unsere Art, Lebensmittel zu produzieren, die Qualität unseres Wassers? Machen wir genug, um uns und unsere Natur für die kommenden Generationen zu schützen?
Der WWF setzt sich aktiv für eine gesunde Natur ein – und damit für ein gesundes Leben für uns alle.
https://www.wwf.ch/de/projekte/umweltvertraegliche-landwirtschaft
Mirjam Kluka
UNICEF
Im Oktober 2026 reiste die Schweizer Fotografin Mirjam Kluka gemeinsam mit UNICEF und UNICEF-Botschafter Bastian Baker nach Afghanistan – ein Land, das seit Jahrzehnten von Konflikten, Armut und Naturkatastrophen geprägt ist. Am härtesten trifft diese Realität die Kinder: Viele sind mangelernährt, haben keinen Zugang zu Bildung und wachsen in einem Umfeld von Gewalt, Kinderarbeit und fehlenden Rechten auf. Besonders betroffen sind Mädchen.
Und doch zeigt Klukas Arbeit nicht nur Leid, sondern auch Hoffnung. Ihre Fotografien erzählen von engagierten Lehrkräften, mutigen Familien und Kindern, die trotz widrigster Umstände nicht aufgeben. Afghanistan erlebte sie – bei aller Schwere der Situation – als eines der gastfreundlichsten und eindrücklichsten Länder, die sie je bereist hat.
Mirjam Kluka (*1981, Aarau) arbeitet seit über 25 Jahren als selbstständige Fotografin in Zürich und international. Mit grosser Empathie und Nähe richtet sie ihren Blick auf das, was sie am meisten bewegt: den Menschen. Ihre Bilder entstehen aus Vertrauen, Ruhe und Präsenz – und lassen Raum für Würde, Schönheit und Menschlichkeit, selbst dort, wo sie am verletzlichsten scheint.
© Miriam Kluka